Bergamadine

Oreostruthus fuliginosus

Beschreibung:

Beim Männchen sind der Rücken und die Flügel düster olivbraun wobei der Oberkopf etwas grauer ist. Die Oberschwanzdecken sind rot und die Schwanzfedern braun, letztere haben eine angedeutete dunklere Querbänderung. Die Unterseite erscheint in einem dunklen olivbraun und geht am Unterkörper fast in schwarz über. Durch eine rote Säumung der Federn an der Brust und den Körperseiten erscheint an diesen Partien eine rötliche Färbung. Manche Federn der Unterschwanzdecken haben rote Spitzen. Die Augen sind braunrot, der Schnabel rot und die Füße hornfarben.

Die Weibchen sind insgesamt deutlich heller gefärbt und die rötlichen Zeichnungen sind weniger ausgedehnt.

Jungvögel zeigen die rötliche Zeichnung nur orange angedeutet. Die braunen Farbtöne sind deutlich heller als beim Männchen, jedoch nicht ganz so hell wie beim Weibchen. Der Schnabel ist schwarz.

 

Verbreitung:

Sie sind ausschließlich auf Neuguinea beheimatet und bewohnen dort die Gebirge in den Höhenlagen zwischen 2800 und 3700m. In seltenen Fällen trifft man sie in tieferen Lagen (bis 2200m) an.

 

Unterarten:

Insgesamt werden drei Unterarten beschrieben deren Verbreitungsgebiete nicht aneinander grenzen.

Unterart                       Verbreitungsgebiet

O.f. fuliginosus              Gebirgsketten im Südosten Neuguineas

O.f. hagenensis             Mt. Hagen und Mt. Giluwe im mittleren Neuguinea

O.f. pallidus                  Nordhang der Oranje-Kette im Westen Neuguineas

Die Unterarten unterscheiden sich durch eine mehr oder weniger intensive braune und rötliche Färbung.

 

Lebensraum:

Als Lebensraum dient der Bergamadine der Unterwuchs von lichten Wäldern und Waldrändern ebenso Lichtungen und Wege.

 

Lebensweise:

Über die Bergamadine ist nur sehr wenig bekannt. Bei den wenigen Beobachtungen wurden die Vögel einzeln, paarweise oder in kleinen Trupps auf Nahrungssuche angetroffen. Diese besteht wohl überwiegend aus Grassamen. Es sollen aber auch Früchte und Insekten auf ihrem Speiseplan stehen.

 

Fortpflanzung:

Über die Zucht ist nichts bekannt.

 

Entdeckung und Einfuhr:

Die Bergamadine wurde 1897 von de Vries entdeckt und beschrieben. Über einen erfolgreichen Import dieser Vögel nach Europa ist nichts bekannt, wenn auch ein Bericht über eine erfolgreiche Haltung dieser Vögel veröffentlicht wurde. Dieser gilt aber als unglaubwürdig.