Gürtelamadine

Poephila cinta

Gürtelamadine Foto: unbekannt Gürtelamadine Foto: unbekannt

Beschreibung:

Männchen und Weibchen sind gleich gefärbt. Sie sind der nah verwandten Spitzschwanzamadine sehr ähnlich, jedoch im Allgemeinen brauner. Der hintere Bürzel und Oberschwanzdecken je nach Unterart weiß oder schwarz. Die mittleren Schwanzfedern sind viel weniger stark verlängert, nur in kurzen Spitzen auslaufend. Die Füße sind fleischrötlich.

Beim Weibchen soll der schwarze Kehlfleck etwas weniger ausgedehnt sein, angeblich ist auch das Grau des Kopfes verwaschen bräunlicher.

Die Jungvögel sind matter gefärbt als die Altvögel, Kehle und Kropfgegend nur matt schwarz. Die Rachenzeichnung der Nestjungen ist denen der Spitzschwanzamadine ähnlich. Eine kurze breite schwarze Linie darunter zwei schwarze Punkte; Unterschnabel mit schwarzer Halbmondzeichnung; Zunge mit zwei schwarzen Punkten.

 

Verbreitung:

Die Verbreitung der Art erstreckte sich ursprünglich vom nordöstlichen Australien vom Kap York südwärts durch Queensland bis zum nördlichsten Neu-Süd-Wales. Heute ist die Gürtelamadine im nördlichsten Drittel  des ursprünglichen Areals anzutreffen. Die Ursache des Bestandsrückganges wird in der Überweidung durch Schafhaltung aber auch durch Kaninchen vermutet. Die Nominatform gilt in ihrem Bestand als stark gefährdet.

 

Unterarten:

Poephila cinta cinta ist im südlichen Teil des Verbreitungsgebietes beheimatet. die genaue Nordgrenze der Unterart ist nicht bekannt. Im Landesinneren dringt dies Art soweit nach Norden vor, sodass etwa zwischen Normanton im Westen und Cairns im Osten eine Überschneidung mit der schwarzbürzeligen Unterart

Poephila cinta atropygialis gibt. Die dritte Unterart

Poephila cinta nigrotecta hat ihr Verbreitungsgebiet im nördlichen Teil der Kap-York-Halbinsel. Die Südgrenze gegenüber der vorgenannten Unterart ist unbekannt. Wie die P. c. atropygialis hat sie einen schwarzen Bürzel, aber die braunen Gefiederteile sind satter, reiner braun ohne rötliche oder gelbliche Tönung.

 

Lebensraum:

Savannenlandschaften mit wenigen aber hohen Eukalyptus-Bäumen und mit dichtem Grasunterwuchs, bevorzugt im Ganzen etwas feuchtere und dichter bewachsene Lebensräume als die Spitzschwanzamadine. Die Gürtelamadine entfernt sich nie weit vom Wasser. In Küstennähe werden wie von der Spitzschwanzamadine ausgedehnte Bestände der Schraubenpalme bevorzugt. Sie meidet die unmittelbare Nähe des Menschen und bleibt von Siedlungen und dichter besiedelten Gebieten fern. 

 

Lebensweise:

Die nahe Verwandschaft zur Spitzschwanzamadine zeigt sich auch daran, dass sie sich in ihrer Biologie sehr gleichen. Das Sozialverhalten ist wie bei der spitzschwanzamadine sehr hoch entwickelt. sie lebt außerhalb der Brutzeit in Schwärmen.

 

Fortpflanzung:

Das Balzverhalten ist mit der Spitzschwanzamadine identisch. Das Nest findet man in sehr hohen Eukalyptusbäumen, in Astlöchern oder Eisvogelhöhlen, in Termitenbauten oder Greifvogelhorsten.

 

Entdeckung und Einfuhr:

Diese Art wurde von der Zoologischen Gesellschaft in London in 1836 beschrieben.

Die Gürtelamadinen wurden erstmals in London 1861 vorgestellt. Karl Hagenbeck brachte diese Art 1869 erstmals nach Deutschland. Von den 70er Jahren des 19. Jahrhunderts bis zum Beginn des 1. Weltkrieges war die Gürtelamadine regelmäßig im Handel. Danach wurde sie erst Ende der 20er Jahre wieder eingeführt. Bis heute ist sie wesentlich seltener als die Spitzschwanzamadine, dies ist darauf zurückzuführen, weil die Spitzschwanzamadine als Käfig- und Volierenvogel besser geeignet ist, aufgrund ihres friedlicheren Verhaltens.