Königs - Papageiamadine
Amblynura regia (Unterart von Amblynura cyaneovirens ?)
KönigsPA, Foto: Phil Bender
KönigsPA, Foto: Phil Bender
Beschreibung:
Männchen: Das Rot von der Stirn, dem Scheitel, dem Nacken und den Kopfseiten ist leuchtend und etwas heller als bei cyaneovirens. Den schwärzlichen Zügel kann man sehr deutlich sehen. Der Rücken ist kobaltblau und geht zum vorderen Bürzel hin in dunkelgrün über. Der hintere Bürzel und die Oberschwanzdecken sind leuchtend rot, während die 4 mittleren Schwanzfedern mattrot, die übrigen dunkelbraun mit z.T. rötlichen Außensäumen sind. Die Federn der Handdecken sind kobaltblau und besitzen eine braunschwarze Basis. Die Außen blau gesäumten Armdecken gehen nach innen hin in grün über. Schwärzlich mit grünen Außensäumen sind die Armschwingen gefärbt, während die beiden äußersten Handschwingen braunschwärzlich, die folgenden mit grünen Außensäumen sind. Die Unterseite ist vom Kinn bis zum Bauch einschließlich der Flanken, kobaltblau, wobei die Intensität der Farbe zum Bauch hin abnimmt. Die Augen sind dunkelbraun, der Schnabel schwarz und die Füße und Beine dunkelhornfarben.
Weibchen: Vollständig aushefärbte Weibchen sind nicht von den Männchen zu unterscheiden.
Jungvögel: Die flüggen Jungtiere tragen ein überwiegend dunkles, mattgrünes Gefieder, wobei die Kopfpartien erstaunlich viel kobaltblau zeigen. Diese werden im Laufe der ersten 12 Lebenswochen durch rote Federn ersetzt. Der Schnabel ist auffallend dottergelb. Vollständig ausgefärbt, und die volle Farbintensität erreicht, haben die Vögel scheinbar erst nach ca. 20 Monaten.
Verbreitung:
Vanatu (Neue Hebriden)
Unterarten Verbreitung
A.r. regia Vanuatu
A.r. efatensis Efate (Vanuatu)
A.r. serena Aneiteum (Vanuatu)
Lebensraum:
Waldränder, Lichtungen, mit Bäumen und Büschen bestandenes Grasland, sowie auch die Wälder ihres Verbreitungsgebietes, sind der Lebensraum der Königs - Papageiamadinen. Sie kommen in allen Höhenlagen ihres Verbreitungsgebietes vor.
Lebensweise:
Sie sind einzeln, paarweise oder in kleinen Trupps bis ca.30 Vögel anzutreffen. Die kleinen Trupps sind nur während der Nahrungssuche zu finden, und bestehen meistens aus Familienverbänden (Eltern und Jungvögel). Ihre Nahrung besteht nahezu ausschließlich aus Feigensamen. Ein kleiner Anteil an Lebendfutter wird auch von der Königs - Papageiamadine gerne aufgenommen. Sie sind sehr scheu und verschwinden bei der geringsten Störung sofort im schützenden Gebüsch oder auf hohen Bäumen.
Fortpflanzung:
Die Brutzeit der Königs - Papageiamadine fällt in die Monate von September bis Dezember. Ihre kugeligen Nester bauen sie mit Fasern und Grashalmen in verschiedenen Höhen von 3m bis in die Baumkronen der hohen Urwaldbäume, aber immer an dicht belaubten Stellen. Es werden in der Regel 2 unmittelbar aufeinanderfolgende Bruten gemacht. Das Gelege besteht aus 3 bis 4 reinweißen Eiern, aus denen nach ca. 14 Tagen die Jungen schlüpfen. Nach weiteren 21 Tagen verlassen sie das Nest und werden noch ca. 14 Tage von den Alttieren gefüttert. Sie sind dann noch öfters in Familienverbänden auf Nahrungssuche anzutreffen.
Entdeckung und Einfuhr:
Im Jahre 1881 wurde die Königs - Papageiamadine bereits entdeckt und von Sclater erstmals beschrieben. 1934 scheint die Art erstmals nach Europa importiert worden zu sein. In den Folgejahren soll es auch mehrfach Zuchterfolge gegeben haben. Durch Bregulla sind im Jahre 1962 nochmals Königs - Papageiamadinen nach Europa gekommen, wovon es heute sehr wahrscheinlich keine Nachkommen mehr bei uns gibt. Wenn auch vereinzelt welche angeboten werden, dürfte es sich dabei um die Samoa- oder Kurzschwanz - Papageiamadine handeln. Sie ist wohl eine der schönsten Papageiamadinen überhaupt. Ob es sich dabei um eine eigenständige Art handelt oder ob sie nur eine Unterart der Kurzschwanz - Papageiamadine ist, bleibt noch genau zu klären. Auch Wolters läßt diese Frage noch offen.
AZ-AEZ IG Papageiamadinen
und australische
Prachtfinken
