Kurzschwanz - Papageiamdine (Samoa - Papageiamadine)
Amblynura cyaneovirens
Beschreibung:
Männchen: Die Stirn, der Scheitel, der obere Nacken, sowie die Wangen und Halsseiten sind scharlachrot, wobei der schwärzliche Zügel deutlich erkennbar ist. Der übrige Nacken ist türkisblau und scharf vom Rot des Kopfes abgegrenzt. Die übrige Oberseite ist grün mit einem deutlichen blauen Schimmer. Grüne Außensäume besitzen die ansonsten schwarz-braunen Arm- und Handschwingen. Die Schwanzfedern sind dunkelbraun und haben ebenso matt dunkelrote Außensäume, wie auch der Bürzel, die Oberschwanzdecken und die beiden mittleren Steuerfedern gefärbt sind. Die Unterseite ist von der Kehle an türkisblau, zum Unterschwanz hin heller werdend. Die Augen sind dunkelbraun, der Schnabel schwarz und Füße und Beine sind schwärzlich.
Weibchen: Vollständig ausgefärbte Weibchen sind deutlich von den Männchen zu unterscheiden. Die türkisblauen Gefiederpartien sind deutlich matter und nicht so weit ausgedehnt. Am deutlichsten ist der Unterschied in der Abgrenzung der Nackenpartie, das Rot vom Kopf zum Blau des Nackens, erkennbar. Beim Weibchen ist es nicht scharf abgegrenzt, sondern geht ineinander über. Jungvögel haben ein bräunlichgrünes Gefieder, wobei die Oberseite deutlich dunkler ist. Der Oberkopf zeigt bereits mehr oder weniger rot, abhängig davon ob Männchen oder Weibchen, während die übrigen Kopfpartien einen blauen Schimmer zeigen. Der Schnabel ist fast vollständig gelb und hat eine schwarze Spitze. Die Vögel sind mit ca. 12 bis 15 Monaten vollständig ausgefärbt.
Verbreitung:
West - Samoa.
Unterarten:
Nach Wolters werden 2 Unterarten unterschieden.
A.c. cyaneovirens
A.c. gaughrani
Lebensraum:
Waldränder, Lichtungen und mit Bäumen und Büschen bestandenes Grasland, sind der Lebensraum der Kurzschwanz - Papageiamadinen. Sie kommen in allen Höhenlagen ihrer Verbreitungsgebiete vor.
Lebensweise:
Sie sind einzeln, paarweise oder in kleinen Trupps bis ca. 30 Vögel anzutreffen. Die kleinen Trupps sind nur während der Nahrungssuche zu finden, und bestehen meistens aus Familienverbänden (Eltern und Jungvögel). Ihre Nahrung besteht aus verschiedenen Gras- und Krautsamen. Ein kleiner Anteil an Lebendfutter wird sehr gern von Ihnen aufgenommen. Sie sind sehr scheu und verschwinden bei der geringsten Störung sofort im schützenden Gebüsch oder auf hohen Bäumen.
Fortpflanzung:
Die Brutzeit fällt in die Monate von Januar bis April. Ihre kugeligen Nester bauen sie mit Fasern und Grashalmen in verschiedenen Höhen von 3m bis in die Baumkronen der hohen Urwaldbäume, aber immer an dicht belaubten Stellen. Es werden in der Regel 2 unmittelbar aufeinanderfolgende Bruten gemacht. Das Gelege besteht aus 3 bis 4 reinweißen Eiern, aus denen nach ca. 14 Tagen die Jungen schlüpfen. Nach weiteren 21 Tagen verlassen sie das Nest und werden noch ca. 14 Tage von den Alttieren gefüttert. Sie sind dann noch öfters in Familienverbänden auf Nahrungssuche anzutreffen.
Entdeckung und Einfuhr:
Die Kurzschwanz - Papageiamadine wurde 1848 von Peale entdeckt und erstmals beschrieben. Wann die ersten Tiere nach Europa oder Deutschland importiert wurden kann nicht mehr genau nachvollzogen werden, da in früheren Jahren auch die Peales - Papageiamadine als Kurzschwanz bezeichnet wurde, und die wohl meisten Importe diese Art betreffen. Herr Neff schreibt in seinem Bericht in der Gefiederten Welt 1995 das Brehm im Jahre 1872 über diese Art berichtete, und in den Jahren zwischen 1910 und 1914 mehrere Vögel zu Herrn Dicker gekommen sein sollen. Weiteres ist nicht bekannt. Herr Neff seinerseits hat die Vögel einige Zeit gehalten und auch erfolgreich nachgezogen. Es bleibt zu hoffen das uns dieser schöne Prachtfink in unseren Volieren erhalten bleibt.
AZ-AEZ IG Papageiamadinen
und australische
Prachtfinken
