Lauchgrüne Papageiamadine

Erythrura prasina

1,0 gelbbäuchig; Foto: M.Ullrich 1,0 gelbbäuchig; Foto: M.Ullrich

Beschreibung:

Männchen: Die Stirn, die Wangen und die Halsseiten sind intensiv kobaltblau, sodaß der schwärzliche Zügel nur sehr schwer zu erkennen ist. Die Oberseite ist vom Nacken bis zum Bürzel grasgrün, ebenso die Flügel, bei denen die äußeren Arm- und Handschwingen schwarzbraun sind und grünliche Außensäume haben. Leuchtend rot sind die Oberschwanzdecken. Die Schwanzfedern sind schwarzbraun und haben rote Außensäume. Deutlich länger als die Schwanzfedern sind die beiden mittleren Steuer-federn, welche rot gefärbt sind. Die Kehle und die Vorderbrust sind kobaltblau. Gelblich zimtfarben sind der Bauch und die Unterseite gefärbt, wobei in der Mitte des Bauches bis zur unteren Brust ein lebhafter roter Fleck zu sehen ist. Der Unterschwanz ist ebenso gelblich zimtfarben wie die Flanken. Die Augen sind dunkelbraun, der Schnabel schwarz und die Füße und Beine fleischfarben.

Weibchen: Dem Weibchen fehlt das intensive kobaltblau an Kopf und Kehle, hat aber einen blauen Schimmer in diesen Gefiederpartien. Die beiden mittleren Steuerfedern des Weibchens sind deutlich kürzer als die des Männchens, aber immer noch länger als die übrigen Schwanzfedern. Die Brust ist grünlich. Der Bauch, die Unterseite, der Unterschwanz sowie die Flanken ockerbräunlich grau. In der Bauchmitte ist ein roter Fleck angedeutet. zeigen keine der intensiven blauen und roten Farbtöne. Sie haben eine grünlichgraue Oberseite und eine bräunliche Unterseite. Der Schnabel ist dunkel mit einem hornfarbenen Unterschnabel.

Jungvögel: zeigen keine der intensiven blauen und roten Farbtöne. Sie haben eine grünlichgraue Oberseite und eine bräunliche Unterseite. Der Schnabel ist dunkel mit einem hornfarbenen Unterschnabel.

 

Verbreitung:

Laos, Thailand, Kambodscha, Vietnam, Malaysia, Sumatra, Java und Kalimantan (Borneo)

 

Unterarten:

Bisher wurden 2 Unterarten beschrieben, eine von Borneo, und eine aus dem übrigen Verbreitungsgebiet. Es sind folgende Unterarten:

Unterart              Verbreitungsgebiet

E.p.prasina          Laos, Thailand, Kambodscha, Vietnam,

                          Malaysia, Sumatra und Java

E.p.coelica           Kalimantan (Borneo)

 

Beschreibung der Unterarten:

E.p.prasina - Diese Unterart zeigt ein breites, ockerfarbenes Band, daß beim Männchen das Rot der Brust vom Blau der Kehle trennt. Das Rot auf der Brust und am Bauch ist nicht so intensiv, und weniger ausgedehnt. Auch das Rot der Oberschwanzdecken ist in Richtung des Bürzels nicht so weit ausgedehnt, als dieses bei E.p.coelica der Fall ist.

Eine Besonderheit bei dieser Unterart ist, daß es neben der rotbäuchigen Form eine gelbbäuchige Form gibt. Bei diesen sind alle roten Gefieder-partien durch gelbe ersetzt. Sie leben mit den rotbäuchigen Tieren in den gleichen Schwärmen und vermischen sich auch mit diesen. Da sie regelmäßig bei den Importen vertreten sind, müssen sie auch recht häufig vorhanden sein.

E.p.coelica - Nur das Männchen unterscheidet sich von dem der Nominatform prasina, während die Weibchen beider Unterarten identisch sind. Das ockerfarbene Band zwischen dem Blau der Kehle und dem Rot der Brust fehlt ganz. Die roten Gefiederpartien sind intensiver gefärbt und weiter ausgedehnt.

 

Lebensraum:

Sie ist ein Bewohner der Waldränder und des offenen Graslandes in Höhenlagen zwischen 300 und 1700m. Obwohl die Art am häufigsten eingeführt wird, ist doch sehr wenig über ihr Leben in freier Wildbahn bekannt.

 

Lebensweise:

Sie streifen paarweise oder in kleinen Trupps weit umher, und suchen an Waldrändern, sowie in Bambus- und Reisfeldern nach Nahrung. In letztere fallen sie nach der Brutzeit oft in größeren Schwärmen ein und richten dort zum Teil recht erheblichen Schaden an. Ihre Nester bauen sie in Gebüsch oder an Baumstämmen die mit Schlingpflanzen behangen sind, in Höhen von 1 bis 20m. Es ist von kugeliger Form, besteht aus Pflanzenfasern und besitzt eine große seitliche Eingangsöffnung. Das Gelege besteht aus 4 bis 6 weißen Eiern. Die Brutdauer beträgt ca. 12 bis 14 Tage, die Nestlingszeit ca. 21 Tage.

 

Entdeckung und Einfuhr:

Die Lauchgrüne Papageiamadine wurde als erste Art der Gattung Erythrura entdeckt. Bereits im Jahre 1788 wurde sie von Sparrmann entdeckt und beschrieben. Der Zeitpunkt der Ersteinfuhr nach Deutschland läßt sich nicht mehr bestimmen. Dr. Karl Ruß besaß bereits 1877 ein Paar dieser Vögel, die auch, zwar ohne Erfolg, brüteten. Sie ist eine der Vogelarten die regelmäßig in größeren Stückzahlen im Vogelhandel zu bekommen sind.