Rotköpfige Papageiamadine
Amblynura psittacea
1,1; Foto: G.Oppenborn
Beschreibung:
Männchen: Die Stirn, der vordere Scheitel, sowie die Wangen und Halsseiten sind leuchtend rot, von wo sich der schwärzliche Zügel sehr gut abhebt. Die Oberseite ist vom Scheitel bis zum vorderen Bürzel ebenso grün wie Flügel, wobei die äußeren Schwingen dunkelgrün sind und gelblich-grüne Außensäume haben. Der Bürzel und die Oberschwanzdecken sind rot, ebenso die beiden mittleren Steuerfedern. Diese sind länger als die übrigen Schwanzfedern, welche auch rot sind, mit dunklen Außensäumen. Kehle und Brust sind ebenfalls leuchtend rot, während die übrige Unterseite, inclusive der Flanken, bis zum Unterschwanz grün gefärbt ist. Die Augen sind dunkelbraun, der Schnabel schwarz und die Füße und Beine sind hornfarben.
Weibchen: Das Rot des Weibchens soll im Kopfbereich etwas matter, und im Brustbereich etwas weniger ausgedehnt sein. Wobei beides keine sicheren Merkmale der Geschlechtsunterscheidung sein können.
Jungögel: Bei flüggen Jungvögeln fehlt in der Regel das Rot am Kopf, kann aber durch einige rote Federn bereits angedeutet sein. Das übrige Gefieder ist recht matt grün, mit einem Grauton. Der rote Bürzel und Schwanz ist eher braunrot und matt gefärbt. Der Schnabel ist dottergelb, mit Ausnahme der Oberschnabelwurzel.
Verbreitung:
Neukaledonien
Lebensraum:
Man trifft die Vögel am häufigsten in der Nähe von Pflanzungen an, aber auch auf Weiden mit Sekundärgebüsch und in Gärten werden die Vögel oft gesehen. Eher selten werden sie an den Lichtungen und Waldrändern des Urwaldes angetroffen, auch in der für Neukaledonien typischen Niaulisavanne, die durch den Niaulibaum charakterisiert ist, sind sie selten zu finden.
Lebensweise:
Paarweise oder in kleinen Trupps von 8 bis 20 Tieren sind sie auf Nahrungssuche. Dabei wird es von den Vögeln, nach Möglichkeit vermieden, entfernte Ziele direkt anzufliegen. Sie bewegen sich mit Vorliebe von Busch zu Busch, immer auf Deckung bedacht.
Fortpflanzung:
Die Brutzeit der Rotköpfigen Papageiamadine fällt in die Monate von September bis März. Ihre Nester bauen die Vögel mit Vorliebe in alle möglichen Höhlungen. Das Nest ist kugelig, und überwiegend aus langen Blättern und Halmen gebaut, aber auch Rindenfasern des Niaulibaumes werden verbaut. Die Brutkammer wird mit Federn ausgepolstert. Die Gelegegröße liegt bei 4 bis 6 reinweißen Eiern. Die Brutdauer beträgt 13 Tage , die Nestlingszeit 21 Tage. Am häufigsten werden Nester mit 3 bis 4 Jungtieren angetroffen.
Entdeckung und Einfuhr:
Die Rotköpfige Papageiamadine wurde schon recht früh, nämlich 1789, von Gmelin entdeckt und beschrieben. Um 1873 soll sie bereits in Europa gehalten worden sein. Nach Deutschland kamen die ersten Rotköpfigen 1877. Obwohl regelmäßig eingeführt, allerdings nie in großen Stückzahlen, blieben sie damals eine Seltenheit in den Volieren der Züchter. In den 20er und 30er Jahren, und später Anfang der 60er Jahre sollen sie noch importiert worden sein. Durch die gute Züchtbarkeit dieser Vogelart konnten in den folgenden Jahren, mit Hilfe von gelegentlichen Importen aus Japan, Zuchtstämme aufgebaut werden.
AZ-AEZ IG Papageiamadinen
und australische
Prachtfinken
